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Noroviren

Gastbeitrag Noroviren: November wieder Saisonbeginn

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Sie gehören neben den Rotaviren zur Familie der Reoviridae und sind für die Mehrzahl der nicht bakteriell verursachten Durchfallerkrankungen beim Menschen verantwortlich. Vor allem in den Monaten November bis März breitet sich in Europa dieser Virustyp aus, der überdurchschnittlich viele Beschwerden auslöst – die Noroviren.

Durchfallerreger sprudeln weiter aus dem Wasserhahn

Sie sind weltweit verbreitet und weisen eine für Viren typische Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen auf. So können Sie Temperaturschwankungen von −20 bis +60 °C unbeschadet überstehen. Eine minimale Dosis von nur 10 bis 100 Viruspartikeln ist ausreichend um sich damit zu infizieren. Die Inkubationszeit der von den humanen Noroviren beim Menschen ausgelösten Erkrankung beträgt ca. 10–50 Stunden. Krankheitssymptome entwickeln sich innerhalb weniger Stunden bis Tage und bestehen in erster Linie aus einer Gastroenteritis mit plötzlich auftretendem Durchfall und Erbrechen, die zu erheblichen Flüssigkeitsverlusten führen können. Die Ansteckung mit Viren kann über kontaminierte Gegenstände erfolgen. Ferner ist eine Aufnahme der Erreger über kontaminiertes Trinkwasser möglich. Dies kann zum einen über Speisen und Getränke, welche mit kontaminiertem Wasser zubereitet wurden, aber auch durch das Trinken von Leitungswasser, erfolgen. Die Krankheit beginnt plötzlich mit starker Übelkeit, schwallartigem Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfällen und Kreislaufbeschwerden, wobei nicht immer alle Symptome auftreten. Die Beschwerden sind normalerweise nach 12-60 Stunden abgeklungen.

Süsse Erdbeeren mit Noroviren verunreinigt

Zwischen dem 19.9. und dem 7.10.2012 ereignete sich in fünf ostdeutschen Bundesländern der bisher größte lebensmittelbedingte Ausbruch von akuter Gastroenteritis. Betroffen waren überwiegend Kinder und Jugendliche sowie Betreuungspersonal von Gemeinschaftseinrichtungen, insbesondere Kindertagesstätten und Schulen. Die Charge mit Noroviren kontaminierter Tiefkühlerdbeeren in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen in Ostdeutschland konnte nach erfolgreicher Identifikation vom Markt genommen werden.

Trinkwasserversorgung auf Berghütten wegen Noroviren oft problematisch

Auch im Allgäu ist die Versorgung von Berghütten mit einwandfreiem Trinkwasser oft problematisch. Das Landratsamt Oberallgäu wandte sich an alle Hüttenbetreiber im Allgäu und forderte verstärkte Hygienemaßnahmen. Sicherheitshalber sollte das Trinkwasser abgekocht werden. Die Zahl der im Allgäu erkrankten Bergwanderer hatte sich auf rund 230 erhöht. Sie hatten sich beim Besuch von Berghütten eine Magen-Darm-Erkrankung durch Noroviren zugezogen.

Besonders gefährdet sind vor allem die Bewohner, sowie das Personal von Gemeinschaftseinrichtungen aller Art, da durch Benutzung z. B. gemeinsamer Toiletten ein lokaler Ausbruch gefördert wird. Insbesondere bei älteren Personen oder Kleinkindern kann ein kurzer Krankenhausaufenthalt notwendig sein. Seit Oktober 2006 wurden dem Robert Koch-Institut rund 50.000 Fälle gemeldet.

Noroviren bis zu 14 Tage nach dem Symptome gefährlich

Die Viren werden von den erkrankten Personen bis zu 48 Stunden nach Abklingen der klinischen Symptome ausgeschieden, danach können die Erkrankten jedoch noch weitere 7 bis 14 Tage symptomlose Viren ausscheiden.

Eine ursächliche antivirale Therapie ist nicht bekannt; die Behandlung ist rein symptomatisch und besteht lediglich im Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes (z.B. Natrium, Magnesium, Kalium, Kalzium, …). Bei starkem Erbrechen kann der Einsatz von übelkeitsmindernden Medikamenten erwogen werden.

Alle Jahre wieder:

 

Der Umgang mit Lebensmitteln, aber auch hygienische Maßnahmen, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen sind bei der Prävention gegen die Noroviren wichtige Faktoren. Kontaminiertes Trinkwasser kann durch Molekularfiltration von Viren „gereinigt“ werden. Da sich Viren häufig im kühlen Leitungswasser aufhalten, empfiehlt sich eine Filtration mittels der Umkehrosmose direkt an der Entnahmestelle des Trinkwassers. Über dieses und weitere Vorteile kann man sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei einer Wasser-Info der Wassertankstellen informieren und auch sein Wasser testen lassen.

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